Wenn die Hoffnung
stärker ist 
als der Verlust

Wenn die Hoffnung
stärker ist
als der Verlust

Helfen Sie bedürftigen Menschen im Nahen Osten
Wenn die Hoffnung
stärker ist 
als der Verlust

Wenn die Hoffnung
stärker ist
als der Verlust

Helfen Sie bedürftigen Menschen im Nahen Osten
Wenn die Hoffnung
stärker ist 
als der Verlust

Wenn die Hoffnung
stärker ist
als der Verlust

Helfen Sie bedürftigen Menschen im Nahen Osten

Medair hilft in Jordanien, Libanon und Syrien Geflüchteten, Rückehrenden und einheimischen Familien mit umfassenden Maßnahmen.

Im Jahr 2014 floh Mohammed mit seiner Familie aus Syrien nach Jordanien, um sie in Sicherheit zu bringen. „In Syrien war alles verloren. Wir hatten dort nichts mehr. Keine Arbeit, kein Zuhause, nichts. Nur Erinnerungen. Das Einzige, was wir bei uns hatten, als wir gingen, waren die Kleider, die wir am Leib trugen“, so Mohammed. Nach einer monatelangen, beschwerlichen Reise zu Fuß überquerten sie schließlich die Grenze nach Jordanien.

In Jordanien mussten Mohammed und seine Familie ihr Leben aus dem Nichts neu aufbauen. Mohammed arbeitete auf dem Bau und nahm jeden Job an, den er finden konnte, um zumindest die Grundbedürfnisse seiner Familie zu decken. Doch das reichte nicht, um die steigenden Lebenshaltungskosten zu decken. Die Schulden häuften sich, doch der Familienvater weigerte sich, aufzugeben. Seine Liebe zu seiner Familie trieb ihn an, weiterzumachen. „Meine Frau und meine Kinder sind das Kostbarste, was ich habe. Ich würde alles für sie tun.“

Selbst als das Leben 2025 noch schwieriger wurde. Mohammeds Frau Alia brachte Zwillinge zu früh zur Welt. Ihre Tochter überlebte die Geburt nicht. Bruder Achmad war am Leben. „Wir sind dankbar, aber waren erschüttert, als der Arzt uns sagte, dass Ahmad wegen einer Netzhautablösung nichts mehr sehen könne", erinnert sich Mutter Alia.

„Meine Frau und meine Kinder sind das Kostbarste, was ich habe. Ich würde alles für sie tun.“
‍

Medair steht seit Ahmads Geburt an der Seite der Familie. Unsere Kolleginnen und Kollegen helfen dabei, ihnen Zugang zu lebenswichtiger medizinischer Versorgung zu ermöglichen.

Eine erneute lange und kräftezehrende Reise begann. Diesmal zwischen Gesundheitseinrichtungen, Wartezimmern und unbeantworteten Fragen. Ahmad unterzog sich mehreren Operationen, um das Sehvermögen auf einem Auge wiederherzustellen. Einige Eingriffe wurden in öffentlichen Kliniken durchgeführt, doch die spezialisierte Netzhautoperation, die Ahmad benötigte, war dort nicht möglich. Sein Vater hatte keine andere Wahl, als sich an eine private Einrichtung zu wenden, wo er Schuldscheine unterzeichnete und sich für die Behandlung hohe Geldsummen lieh. „Mir blieb nichts anderes übrig, als Schuldscheine zu unterschreiben“, so Mohammed. „Ahmads Operation ist mir wichtiger als alles andere. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass er uns sehen kann. Dass er seine Brüder und seine Schwester sehen kann.“

Währen dieser Zeit wachte Mutter Alia Tag und Nacht an seiner Seite. Was sie aufrechthielt, war die Hoffnung, dass Ahmad eines Tages wieder sehen kann. „Ich war 15 Tage lang mit Ahmad in verschiedenen Krankenhäusern, aber keines davon konnte seine Operation durchführen. Es war körperlich und seelisch erschöpfend“, so Alia.

Das bereitet Mohammed große Sorgen: „Ich kann nirgendwo hin. Niemand leiht mir mehr Geld, und jetzt will der Vermieter, dass wir ausziehen. Ich habe Angst, dass ich mit meinen Kindern auf der Straße lande.“‍

„Ich habe schon früher Trauer und Angst erlebt, aber nichts ist vergleichbar mit meiner Trauer und Angst um Ahmad.“

‍Das Team von Medair war von Anfang an für Ahmad da und hat ihn und seine Familie in einigen ihrer schwierigsten Momente begleitet. Die Unterstützung umfasste die Entbindung per Kaiserschnitt im März 2025 sowie die Aufnahme von Ahmad und seiner frühgeborenen Zwillingsschwester, die bereits in der 28. Schwangerschaftswoche zur Welt kamen, auf die Neugeborenen-Intensivstation.

Nach seiner ersten Einweisung wurde Ahmad aufgrund schwerwiegender gesundheitlicher Probleme mehrfach erneut stationär aufgenommen – darunter ein Atemnotsyndrom, schwere Atembeschwerden, Herzkomplikationen und weitere akute Beschwerden. Die Unterstützung durch Medair war für die Familie eine Rettungsleine: Sie milderte die finanzielle Belastung und stellte sicher, dass Ahmad rechtzeitig die lebensrettende medizinische Versorgung erhielt, die er brauchte.

„Medair hat mir eine riesige Last von den Schultern genommen. Ohne diese Unterstützung wäre unsere Situation viel schwieriger geworden. Sie haben mir geholfen, die Behandlung meines Sohnes fortzusetzen“, so Mohammed.

Doch während Ahmads medizinischer Bedarf weiterhin bestand, wurde die finanzielle Lage der Familie zunehmend schwieriger. Der Familie droht nun wegen unbezahlter Miete die Zwangsräumung, was ihre ohnehin belastete Situation noch weiter verschärft. Das Gesundheitsteam von Medair verwies die Familie deshalb an die Abteilung für Grundbedürfnisse, um finanzielle Unterstützung zu erhalten. So konnte ein Teil der angehäuften Schulden abgebaut und der unmittelbare finanzielle Druck etwas gemildert werden.

Das bereitet Mohammed große Sorgen: „Ich kann nirgendwo hin. Niemand leiht mir mehr Geld, und jetzt will der Vermieter, dass wir ausziehen. Ich habe Angst, dass ich mit meinen Kindern auf der Straße lande.“‍

Trotz allem Schmerz und aller Ungewissheit bleibt die Familie eng miteinander verbunden. Ihre Kraft schöpfen sie voneinander und aus der Liebe, die sie füreinander empfinden – besonders für Ahmad. Am deutlichsten zeigt sich diese Liebe bei seinen Brüdern. Vor allem bei Salah, der nie von seiner Seite weicht.

„Es war extrem schwer. Meinen Bruder in diesem Zustand zu sehen, war unerträglich“, so Salah, bevor ihn die Emotionen überwältigen und er nicht mehr weiterreden kann. Seine Mutter fügt hinzu: „Salah hängt am meisten an Ahmad. Er füttert ihn, spielt mit ihm, spricht ständig mit ihm und lässt ihn nie allein.“

Trotz allem geben Mohammed und seine Familie die Hoffnung nicht auf: die Hoffnung, dass das Leben besser wird. Dass Ahmad eines Tages sein Augenlicht wiedererlangen wird. Ihre größte Angst ist nicht Armut oder Verschuldung, sondern dass Ahmad in einer Welt aufwachsen wird, die er nicht sehen kann.

„Ich habe schon früher Trauer und Angst erlebt, aber nichts ist vergleichbar mit meiner Trauer und Angst um Ahmad“, so Alia.

Aus
Medair in Afghanistan
Medair im Nahen Osten Wenn Sie mehr über unsere Hilfsmaßnahmen in Jordanien, Libanon und Syrien erfahren möchten, klicken Sie bitte auf den Button. Medair in Afghanistan

Hilfe, die ankommt – Erfolgsgeschichten aus unserem Regionalprojekt in Jordanien, Libanon und Syrien

Zwischen Überlebenskampf und Mutterschaft
Jordanien

Zwischen Überlebenskampf und Mutterschaft

ARTIKEL LESEN
Hilfe für Mütter in Jordanien
Jordanien

Hilfe für Mütter in Jordanien

ARTIKEL LESEN
Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Medair e.V. verpflichtet sich zu Transparenz.

Deutscher Spendenrat Auswärtiges Amt Transparente Zivilgesellschaft Europäische Union

Entscheiden Sie sich, nicht zu vergessen!

Manche humanitären Krisen schaffen es in die Schlagzeilen; andere geraten in Vergessenheit, obwohl Millionen von Frauen, Männern und Kindern weiterhin mit Hunger, Krankheiten, Vertreibung und dem täglichen Kampf ums Überleben konfrontiert sind.

Wir bei Medair weigern uns, wegzuschauen. Entscheiden auch Sie sich, diese Menschen nicht zu vergessen!

Bitte spenden Sie – jede Hilfe zählt!

WIE MEDAIR HILFT