Medairs Unterstützung für ein ländliches Gesundheitszentrum im Südosten Madagaskars hilft dem medizinischen Personal, Leben zu retten.
Gisèle arbeitet seit fünf Jahren als Hebamme und Ernährungsberaterin in einer staatlichen Grundversorgungseinrichtung (CSB) in Bevaho, Madagaskar. Sie unterstützt täglich Frauen und Kinder in einer der ländlichen Gemeinden im Südosten Madagaskars. In dieser abgelegenen Region, in der die Dörfer durch große Entfernungen und schlechte Straßen voneinander getrennt sind, kann der Zugang zu medizinischer Versorgung über Leben und Tod entscheiden.
Lange Zeit war die Arbeit in der CSB eine echte Herausforderung für sie. „Eines der größten Probleme war die Überstellung von Patienten. Bevaho ist weit vom nächsten Krankenhaus entfernt, und der Transport ist schwierig und teuer. Wenn eine Frau operiert werden musste, hatte sie oft nicht die Mittel, um den Transport zu bezahlen. Einige sagten uns sogar: ‚Lasst mich hier sterben, ich habe kein Geld, um ins Krankenhaus zu gehen.‘“ Für Gisèle war es niederschmetternd, diese Worte zu hören, da sie wusste, dass es Behandlungsmöglichkeiten gab, die jedoch einfach unerreichbar waren.
Auch die Versorgung unterernährter Kinder war begrenzt. Das CSB konnte nur mittelschwere Fälle behandeln, und Kinder mit schwerer Unterernährung mussten an das CRENI in Midongy überwiesen werden – ein spezialisiertes stationäres Ernährungszentrum, das mehrere Stunden entfernt lag – eine Reise, die für die ohnehin schon sehr armen Familien oft unmöglich war. „Die Eltern hatten nicht genug zu essen und konnten sich die Reise nicht leisten. Doch das Kind war schwach, untergewichtig und benötigte dringend Hilfe.“
Es gab auch einen gravierenden Mangel an Ausrüstung und Medikamenten. Die Familien mussten die Behandlungen selbst bezahlen, was sich viele nicht leisten konnten. „Manche Menschen kamen gar nicht erst zum CSB, weil sie nicht bezahlen konnten. Es gab Todesfälle, die wir nicht verhindern konnten.“ Die Mitarbeiter des Gesundheitszentrums taten alles, was sie konnten, aber ohne Ressourcen waren ihnen die Hände gebunden.
Ein neuer Anfang mit Medair
Heute hat sich die Situation geändert. Durch das von Medair umgesetzte Projekt „Tanan-kavana ho an’ny Fahasalamana“ (TKF) erhält das CSB in Bevaho nun umfassende Unterstützung, um kostenlose und lebensrettende Versorgung anzubieten. „Medair versorgt uns kostenlos mit Medikamenten. Bedürftige Patienten müssen nichts mehr bezahlen.“
„Bei Komplikationen während der Geburt bringen wir die Frauen nach Vangaindrano, dem nächstgelegenen Bezirkskrankenhaus, und Medair übernimmt die Transportkosten, die Behandlungskosten und sogar die Kosten für begleitende Familienangehörige.“ Was einst unmöglich schien, ist heute Routine. Frauen, die früher zu Hause geblieben wären, können nun rechtzeitig zur Operation kommen.
„Auch das Problem der schwer unterernährten Kinder wurde gelöst: Diejenigen, die an das CRENI in Midongy überwiesen werden, erhalten nun medizinische Versorgung, ohne dass ihre Familien die finanziellen Lasten tragen müssen.“ Das CSB hat auch wichtige Ausrüstung erhalten: Entbindungstische und -sets, Materialien zur Wiederbelebung von Neugeborenen und sogar Fahrräder für Impfkampagnen.
„Früher hatten wir keine Entbindungstische. Jetzt verfügen wir über die notwendige Ausrüstung, um ordnungsgemäß arbeiten zu können.“ Für Gisèle und ihre Kollegen hat diese Unterstützung ihre tägliche Arbeit verändert. „Als Mitarbeiter des CSB sind wir sehr zufrieden, weil wir jetzt Leben retten können. Vielen Dank an Medair für all diese Unterstützung.“
An einem Ort, an dem Entfernung und Armut einst Menschenleben kosteten, gibt der Zugang zu kostenloser Gesundheitsversorgung den Familien neue Hoffnung.
Das Projekt in Madagaskar wird u.a. unterstützt durch
„Als Mitarbeiter des Gesundheitszentrums sind wir Medair dankbar für die Unterstützung. Bei Komplikationen während der Geburt bringen wir die Frauen nach Vangaindrano, dem nächstgelegenen Bezirkskrankenhaus, und Medair übernimmt die Transportkosten, die Behandlungskosten und sogar die Kosten für begleitende Familienangehörige.“
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