In der DR Kongo stößt der Kampf gegen Ebola auf ein großes Hindernis: die Mobilität der Bevölkerung. Dadurch wird die Nachverfolgung von Fällen erschwert und die Ausbreitung des Virus begünstigt.
Eine Situation, die auch von Medair-Gesundheitsberater Dr. Pierre-Olivier Ngadjole bedauert wird. Medair unterhält Gesundheitseinrichtungen in den Provinzen Ituri und Nord-Kivu. Im Interview mit der Deutschen Welle Afrika plädiert Dr. Ngadjole für eine Verschärfung der Kontrollmaßnahmen an den Einreisestellen der Großstädte.
Ihm zufolge sind mehrere Personen, bei denen ein Verdacht bestand oder die positiv getestet wurden, der Nachverfolgung durch die Einsatzteams entgangen, insbesondere aufgrund ihrer Reisen zwischen den beiden Provinzen: „Wir haben viele Personen, bei denen ein Verdacht bestand, die positiv getestet wurden, die aber verschwunden sind. Die wir nicht mehr ausfindig machen können. Diese Personen bewegen sich zwischen den Provinzen Ituri und Nord-Kivu.“
Goldrausch erschwert den Kampf gegen Ebola
Besonders komplex ist die Lage rund um Mungbwalu, das als Epizentrum der aktuellen Epidemie gilt. „Man muss bedenken, dass Mungbwalu, das Epizentrum der aktuellen Epidemie, ein Bergbaugebiet ist“, erinnert Pierre-Olivier Ngadjole. „Jeden Tag sind Händler unterwegs zwischen Nord-Kivu und Ituri. Sie fahren in die Bergbauregion, um Waren zu verkaufen und auch, um Gold zu kaufen. Gleichzeitig gibt es auch Menschen, die nach Haut-Uele fahren, und solche, die in Richtung Kisangani unterwegs sind. Das verdeutlicht wirklich die komplexe Herausforderung, die die Bewegungsmuster von Menschen darstellen, die auf der Suche nach Überleben und nach Geschäftsmöglichkeiten sind.“
Für den Gesundheitsberater von Medair stellt diese Mobilität somit ein großes Hindernis für die Eindämmung der Epidemie dar. Er hält es für notwendig, die Überwachung an den wichtigsten Einreisepunkten der Großstädte zu verstärken, räumt jedoch gleichzeitig die Schwierigkeiten ein, die mit den zahlreichen von der Bevölkerung genutzten Routen verbunden sind.
Pierre-Olivier Ngadjole: „Ideal wäre es zum Beispiel gewesen, wenn man die Kontrollmaßnahmen an den Einreisepunkten der Großstädte verstärken könnte. Wenn die Menschen Bunia verlassen, begeben sie sich in Richtung Beni. Es müsste einen verstärkten Kontrollmechanismus geben. Aber Sie werden feststellen, dass die Menschen mehrere Wege nutzen. Die Menschen folgen nicht mehr den Hauptstraßen. Das ist wirklich eine große Herausforderung.“
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„Ideal wäre es zum Beispiel gewesen, wenn man die Kontrollmaßnahmen an den Einreisepunkten der Großstädte verstärken könnte. Aber Sie werden feststellen, dass die Menschen mehrere Wege nutzen. Die Menschen folgen nicht mehr den Hauptstraßen. Das ist wirklich eine große Herausforderung."
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