Kampf gegen Unterernährung
Es ist für uns kaum vorstellbar, nicht genügend zu essen zu haben. Doch für Millionen Menschen in Katastrophen- oder Konfliktregionen ist das lebensbedrohliche Realität. Die Folgen des Mangels sind katastrophal: Unterernährte Kinder, die nicht behandelt werden, erleiden schwere körperliche und mentale Schäden. Im schlimmsten Fall sterben sie. Kinder und Erwachsene, die an Unterernährung leiden, benötigen dringend hochwertige Nahrungsmittel. **Annähernd 43 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind akut mangelernährt.**
Unsere Maßnahmen
Medair stellt Therapie und Nachsorge für unterernährte Menschen bereit. Vertriebene und Flüchtlinge, die in Einrichtungen und inoffiziellen Zeltsiedlungen Zuflucht suchen, erhalten zudem Nahrungsmittelhilfe. Mithilfe therapeutischer Nahrung für Kinder unter fünf Jahren, einer speziell für diesen Zweck entwickelte Erdnusspaste und angereicherter therapeutischer Milch, können geschwächte Kinder rasch die entscheidenden Schritte Richtung Besserung machen. Mütter können die Paste selbst verabreichen und erhalten gleichzeitig Informationen zu gesünderer Ernährung für sich und ihre Babys.
Wirkung 2024
Wann gilt ein Kind als mangelernährt?
Generell unterscheiden Ernährungsexperten zwischen chronischer (langfristiger) und akuter Mangelernährung.
Als akut mangelernährt gelten Kinder, deren Körpergewicht unter 80 Prozent des für ihr Alter angemessenen Gewichts liegt. Beträgt das Gewicht weniger als 70 Prozent, spricht man von schwerer akuter Mangelernährung.
Die Ursache von Mangelernährung ist ein Mangel an Nahrungsmitteln, aber auch an Nährstoffen wie Vitaminen, Eiweiß und lebenswichtigen Spurenelementen. Mangelernährung hat weitreichende Auswirkungen. Da die Verdauung beeinträchtigt wird, können Kinder nicht mehr normal essen. Die Nahrungsaufnahme durch den Körper funktioniert nicht richtig. Dadurch werden Kinder ab einem gewissen Punkt immer schwächer. Mangelernährte Kinder sind anfälliger für Erkrankungen wie Durchfall, Masern und Lungenentzündung.
Häufiges Kranksein wiederum zehrt ihren Körper weiter aus. Das Risiko, dass ein schwer mangelernährtes Kind stirbt, ist neunmal so hoch wie bei einem gesunden Kind.
Auch "moderate", chronische Mangelernährung (Wachstumsverzögerung) kann schwere Folgen haben: Wenn Kindern dauerhaft wichtige Nährstoffe fehlen, können sie sich nicht richtig entwickeln und werden in ihrer gesamten geistigen und körperlichen Entwicklung geschädigt.
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