Die internationale humanitäre Hilfe muss im Jahr 2025 einen dramatischen Rückgang der öffentlichen Gelder verkraften.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) spricht in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Bericht von einer Reduzierung der bereitgestellten Mittel um mehr als ein Drittel.
Medair ist im Bereich der Not- und Katastrophenhilfe tätig, die Teil der humanitären Hilfe ist. Auch internationale Projekte der Medair-Familie sind durch die Kürzungen betroffen und mussten die Hilfe einstellen. Die Folgen für die notleidenden Menschen in den Krisen- und Konfliktregionen dieser Welt sind fatal.
Insgesamt verringerten sich laut OECD die Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit bei 26 von 34 Geberländern. Neben den USA und Deutschland meldeten auch Frankreich (-10,9 Prozent), das Vereinigte Königreich (-10,8 Prozent) und Japan (-5,6 Prozent) deutliche Einschnitte. Erstmals hätten damit alle fünf größten Geberländer gleichzeitig ihre Hilfen reduziert. Damit fällt die Finanzierung in etwa auf das Niveau von vor zehn Jahren zurück, teilte die OECD mit.
Trotz massiver Kürzungen um 17,4 Prozent ist Deutschland den inflationsbereinigten Daten zufolge nach absoluten Zahlen erstmals größter Geber. Mit Leistungen in Höhe von 29,1 Milliarden US-Dollar lag die Bundesrepublik knapp vor den USA (29,0 Milliarden Dollar).
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„Trotz schmerzhafter Einsparungen stehen wir zu unserer internationalen Verantwortung. Das ist angesichts der extremen globalen Herausforderungen, Krisen und Kriege für Millionen von Menschen existenziell."
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