Zum World Humanitarian Day am 19. August hat Serap Güler, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, mehr Geld für die humanitäre Hilfe gefordert.
Dem ARD-Hauptstadtstudio sagte sie, notleidenden Menschen zu helfen, sei angesichts von Krisen und Kriegen weltweit "Liegt".
Gleichzeitig müssten aber angesichts der angespannten Haushaltslage priorisiert werden. Ganz oben auf der Liste finden sich die Krisen- und Konfliktgebiete Sudan, Gaza, der Mittlere Osten insgesamt und nach wie vor die Ukraine.
Medair ist abgesehen von Gaza in allen anderen Konfliktregionen im Einsatz, um den Menschen zu helfen. Unterstützung erhält Medair dabei auch vom Auswärtigen Amt, von der Europäischen Union und privaten Spendenden.
Die Mittel des Auswärtigen Amts waren im vergangenen Jahr um rund die Hälfte gekürzt worden. Im Bundeshaushalt ist für 2026 und 2027 jeweils rund eine Milliarde Euro vorgesehen. Güler bezeichnete die Einschnitte als schmerzhaft, aber als nicht vermeidbar gewesen. Umso wichtiger sei es, dass man jetzt im Haushalt für das nächste Jahr wieder mehr Gelder zur Verfügung stelle.
1970 war von der UN-Generalversammlung ein Ziel für öffentliche Entwicklungsleistungen vereinbart worden. Demnach sollen die entwickelten Länder 0,7 Prozent ihres Bruttosozialprodukts für Entwicklungsleistungen zur Verfügung stellen. 2015 wurde die Vorgabe auch in den UN-Entwicklungszielen verankert. In Deutschland lag diese sogenannte "ODA-Quote" 2025 bei 0,56 Prozent.
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"Notleidenden Menschen zu helfen, ist angesichts von Krisen und Kriegen weltweit in unserem ureigenen sicherheitspolitischen Interesse."
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