Konflikt im Nahen Osten - Krise im Libanon
Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Unterstützende,
der Konflikt im Nahen Osten weitet sich aus. Auch der Libanon befindet sich im Ausnahmezustand. Menschen sterben, und erneut sind nach der Eskalation der Gewalt Hunderttausende auf der Flucht innerhalb des Landes. Wiederum müssen Familien mit wenigen Habseligkeiten aus ihren Heimatorten fliehen. Die Zahl der Vertriebenen steigt rapide an.
„Unser Haus wurde zerstört. Jetzt können wir nirgendwo mehr hingehen.“ – Hana, 42, West-Bekaa, Libanon
Menschen suchen Schutz auf der Straße, andere in überfüllten öffentlichen Schulen, die nun als Sammelunterkünfte dienen. Die Eskalation der Feindseligkeiten verschärft eine ohnehin schon schwere humanitäre Krise.
Es ist sofortige Hilfe erforderlich, um das Überleben und Wohlergehen der betroffenen Menschen zu sichern!
Zu den dringendsten Bedürfnissen der Vertriebenen gehört der Zugang zu
- Unterkünften
- sauberem Wasser
- grundlegenden Hilfsgütern
- medizinischer Versorgung und psychologischer Betreuung
Medair ist seit vielen Jahren im Libanon im Einsatz und in der Lage, unmittelbar auf die verschärfte Krise zu reagieren. Unsere Arbeit hat bereits begonnen.
Lesen Sie, wie wir helfen.
Mit Ihrer Spende helfen Sie den notleidenden Menschen im Libanon!
Herzliche Grüße
Ihre Britta Kollberg
Geschäftsführende Vorständin

Wie Ihre Spende den Menschen im Libanon hilft
Ihre Unterstützung hilft unseren Teams im Libanon, Familien, die von dem anhaltenden Konflikt betroffen sind, dringend benötigte Hilfe zu leisten.
Machen Sie heute einen Unterschied. Jeder Beitrag, ob groß oder klein, leistet dringend benötigte Hilfe und versorgt Familien, die durch den Konflikt aus ihren Häusern vertrieben wurden, mit lebensrettenden Hilfsgütern, Unterkünften und medizinischer Versorgung.
Jede Spende kommt direkt den Familien zugute und stellt sicher, dass sie lebensrettende Hilfe, Schutz und Versorgung erhalten, wenn sie diese am dringendsten benötigen.
60 Euro decken den Bedarf von zwei Familien an grundlegenden Hilfsgütern wie Decken und Matratzen.
150 Euro sichern die medizinische Notfallversorgung von fünf Menschen.
330 Euro helfen beim Wiederaufbau von Gemeinschaftsunterkünften.
Medairs aktuelle Nothilfemaßnahmen im Libanon

Foto: Medair
Sofort nach der sich verschärfenden Krise hat Medair seine Nothilfemaßnahmen begonnen.
Grundlegende Hilfe: Bis zum 4. März 2026 haben die Teams von Medair 34 Sammelunterkünfte in der Bekaa-Ebene und in Beirut erreicht und über 31.494 wichtige Hilfsgüter wie Decken, Matratzen und andere Artikel an rund 8.947 Menschen verteilt.
Gesundheit: Die mobilen Kliniken in Zahlé und in Deir Al Ahmar haben ihren Betrieb aufgenommen. Zudem unterstützen wir das Gesundheitszentrum in Deir Al Ahmar mit Beratungen und Medikamenten und versorgen drei zugewiesene Gemeinschaftsunterkünfte.
Unterkünfte: Unser Team ist bereits in drei Gemeinschaftsunterkünften tätig und hilft den Menschen.
Psychosoziale Unterstützung (MHPSS): Unser Team hat eine Schulung in psychologischer Erster Hilfe (PFA) für Freiwillige im Bereich der psychischen Gesundheit und Hebammen aus der Gemeinde durchgeführt. Das Team entwickelt derzeit klare, praktische Inhalte für Binnenvertriebene zu den Themen Stressbewältigung, Tipps zur Kindererziehung, Unterstützung von Kindern und verwandten Themen, zu denen betroffene Familien Fragen haben. Erste, in Abstimmung mit dem Gesundheitsteam, durchgeführte PFA- und PSS-Sitzungen in einer Unterkunft in Zahlé durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Menschen neben der medizinischen Versorgung auch sofortige emotionale Erste Hilfe erhalten.
Die humanitäre Lage im Libanon

Foto: LOUAI BESHARA / AFP
Massive Luftangriffe haben mehrere Orte im Libanon getroffen, darunter Beirut, die Bekaa-Ebene und den Süden, und weitreichende Zerstörungen an wichtiger Infrastruktur verursacht, Gemeinschaften verwüstet und Tausende Menschen gewaltsam vertrieben.
Nach Angaben der IOM sind seit dem 4. März etwa 200 000 Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht, darunter 60 000 Menschen, die in Sammelunterkünften Zuflucht suchen.
Das libanesische Gesundheitsministerium meldet bis zum 4. März mindestens 52 Tote und mehr als 246 Verletzte – Tendenz steigend.
Der Libanon beheimatet die weltweit höchste Anzahl Geflüchteter pro Kopf, wovon rund 89% in extremer Armut leben. Viele leben in Zeltunterkünften oder unter anderweitig unwürdigen Bedingungen. Betroffene Familien sind verzweifelt und benötigen dringend Unterstützung. Doch aufgrund einer sich verschlimmernden Wirtschaftskrise stösst der Libanon bei Hilfeleistungen an seine Grenzen. Auch libanesischen Familien geht es immer schlechter. Dieselben Gemeinschaften, die so uneigennützig Geflüchtete aufgenommen haben, sind nun selbst in die Krise geraten.
Mit Unterstützung des Auswärtigen Amts leistet Medair lebensrettende Soforthilfe im Bereich Gesundheit (auch psychosoziale Unterstützung).
Mit dem Mandat des Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR hilft Medair auch Tausenden geflüchteten Menschen im Bekaa-Tal in den Bereichen Unterkunft & Infrastruktur.